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MagicMirror – manuelles Backup auf NAS

Zweck

Der komplette MagicMirror-Ordner soll manuell auf einem NAS gesichert werden.

Das Backup wird nur gestartet, wenn das NAS tatsächlich erreichbar und als CIFS/SMB-Freigabe eingebunden ist.

Das ist besonders wichtig, da das lokale Verzeichnis

/mnt/nasbackup

auch dann existieren kann, wenn das NAS nicht verbunden ist.

Ohne zusätzliche Prüfung könnte ein Backup-Script sonst versehentlich auf die lokale SSD des Raspberry Pi schreiben.

Das Backup wird:

  • ausschließlich manuell gestartet
  • im Hintergrund ausgeführt
  • mit Datum und Uhrzeit gespeichert
  • als vollständiges TAR.GZ-Archiv erstellt
  • nach der Erstellung automatisch geprüft
  • bei einem Fehler als _INCOMPLETE gekennzeichnet
  • nicht gestartet, wenn das NAS nicht erreichbar ist
  • gegen mehrere gleichzeitig laufende Backups geschützt

Es gibt bewusst:

  • keinen automatischen Zeitplan
  • keine automatische Löschung alter Backups
  • keine automatische Rotation

Warum TAR.GZ und nicht rsync?

Ursprünglich wurde versucht, den kompletten MagicMirror-Ordner mit rsync -a direkt auf die SMB-Freigabe zu kopieren.

Dabei traten Fehler dieser Art auf:

symlink ".../node_modules/.bin/..." -> "..." failed: Operation not supported (95)

MagicMirror und insbesondere node_modules enthalten viele symbolische Links.

Die verwendete SMB/CIFS-Freigabe unterstützt diese Linux-Symlinks nicht direkt.

Deshalb wird der komplette MagicMirror-Ordner jetzt zuerst als TAR.GZ-Archiv geschrieben.

Innerhalb eines TAR-Archivs bleiben:

  • Symlinks
  • versteckte Dateien
  • .git-Verzeichnisse
  • node_modules
  • Dateistruktur

erhalten.

Das NAS sieht dabei nur eine normale Datei:

MagicMirror.tar.gz

Schnellstart – vorhandenes System

Backup starten

Das Backup wird mit folgendem Befehl manuell gestartet:

~/bin/backup_magicmirror.sh

Beispielausgabe:

Prüfe NAS ...
NAS ist erreichbar.

Backup wird im Hintergrund gestartet.
Quelle: /home/<PI-USER>/MagicMirror
Ziel:   /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_2026-10-07_11-28-53
Log:    /home/<PI-USER>/magicmirror-backup-logs/MagicMirror_2026-10-07_11-28-53.log

Backup-Prozess gestartet.
PID: 12345

Das Terminal kann danach geschlossen werden.

Das Backup läuft über nohup im Hintergrund weiter.

Aktuellen Backup-Status ansehen

Das neueste Log anzeigen:

tail -f "$(ls -t ~/magicmirror-backup-logs/*.log | head -1)"

Mit

Ctrl+C

wird nur die Log-Anzeige beendet.

Das Backup selbst läuft weiter.

Prüfen, ob ein Backup noch läuft

pgrep -af 'backup_magicmirror|tar|gzip'

Wenn keine Ausgabe erscheint, läuft aktuell kein Backup.

Erfolgreiches Backup

Bei erfolgreichem Abschluss steht im Log:

==================================================
BACKUP ERFOLGREICH
Ende: ...

Archiv:
/mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_YYYY-MM-DD_HH-MM-SS/MagicMirror.tar.gz

Größe:
...
==================================================

Auf dem NAS befindet sich anschließend beispielsweise:

Backup_magicmirror/
└── Manuelle_Backups/
    ├── MagicMirror_2026-10-07_11-28-53/
    │   └── MagicMirror.tar.gz
    ├── MagicMirror_2026-11-15_17-22-10/
    │   └── MagicMirror.tar.gz
    └── ...

Fehlgeschlagenes Backup

Während das Backup läuft, trägt der Zielordner absichtlich den Zusatz:

_INCOMPLETE

Beispiel:

MagicMirror_2026-10-07_11-28-53_INCOMPLETE

Erst wenn:

  • TAR erfolgreich beendet wurde
  • gzip das Archiv erfolgreich geprüft hat
  • TAR das Archiv vollständig lesen konnte

wird der Ordner umbenannt und _INCOMPLETE entfernt.

Bleibt _INCOMPLETE stehen, ist dieses Backup nicht als gültige Sicherung anzusehen.

NAS-Mount überprüfen

Ist das NAS wirklich gemountet?

findmnt /mnt/nasbackup

Bei korrektem systemd-Automount können zwei Zeilen erscheinen:

/mnt/nasbackup systemd-1                       autofs ...
/mnt/nasbackup //<NAS-IP>/<SHARE>              cifs   ...

Das ist korrekt.

Die erste Zeile ist der systemd-Automount.

Die zweite Zeile ist die tatsächlich gemountete SMB/CIFS-Freigabe.

Speicherplatz des NAS anzeigen

df -h /mnt/nasbackup

Schreibzugriff testen

touch /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt
ls -l /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt
rm /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt

Wenn alle drei Befehle ohne Fehler funktionieren, besteht Schreibzugriff auf das NAS.

Einrichtung auf einem neuen Raspberry Pi

Diese Anleitung beschreibt die komplette Einrichtung auf einem frischen Raspberry Pi.

Als Platzhalter werden verwendet:

<PI-USER>       Linux-Benutzer auf dem Raspberry Pi
<NAS-IP>        IP-Adresse oder DNS-Name des NAS
<SHARE>         Name der SMB-Freigabe
<NAS-USER>      Benutzer auf dem NAS
<NAS-PASSWORT>  Passwort des NAS-Benutzers
<UID>           Benutzer-ID des Pi-Benutzers
<GID>           Gruppen-ID der Gruppe nasusers

Beispiel für eine Freigabe:

//<NAS-IP>/<SHARE>

1. Benutzer auf dem Raspberry Pi anlegen

Bei aktuellen Raspberry-Pi-OS-Versionen wird normalerweise bereits während der Installation ein Benutzer angelegt.

Falls ein zusätzlicher Benutzer benötigt wird:

sudo adduser <PI-USER>

Falls der Benutzer Administratorrechte erhalten soll:

sudo usermod -aG sudo <PI-USER>

Danach kontrollieren:

id <PI-USER>

2. Gruppe für NAS-Zugriff anlegen

Für den NAS-Zugriff wird eine eigene Gruppe verwendet:

sudo groupadd nasusers

Falls die Gruppe bereits existiert, erscheint eine entsprechende Meldung. Das ist unkritisch.

Benutzer zur Gruppe hinzufügen:

sudo usermod -aG nasusers <PI-USER>

Danach neu anmelden oder den Raspberry Pi neu starten, damit die neue Gruppenmitgliedschaft aktiv wird.

Prüfen:

getent group nasusers

und:

id <PI-USER>

In der Ausgabe von id muss nasusers erscheinen.

3. UID und GID ermitteln

Die numerische Benutzer-ID ermitteln:

id -u <PI-USER>

Die Gruppen-ID von nasusers ermitteln:

getent group nasusers

Beispiel:

nasusers:x:1003:<PI-USER>

Dann wäre:

GID = 1003

Die tatsächlichen Werte auf dem jeweiligen Pi verwenden.

4. CIFS-Unterstützung installieren

Für den Zugriff auf eine Windows-/Synology-/SMB-Freigabe wird cifs-utils benötigt:

sudo apt update
sudo apt install cifs-utils

Ein kompletter Samba-Server wird nicht benötigt.

Der Raspberry Pi ist hier nur SMB-Client.

5. Lokalen Mountpunkt anlegen

sudo mkdir -p /mnt/nasbackup

Dieser Ordner ist nur der lokale Einhängepunkt.

Die eigentlichen Daten befinden sich später auf dem NAS.

6. Zugangsdaten des NAS sicher speichern

Verzeichnis anlegen:

sudo mkdir -p /etc/samba

Credentials-Datei erstellen:

sudo nano /etc/samba/credentials-nasbackup

Inhalt:

username=<NAS-USER>
password=<NAS-PASSWORT>

Optional kann bei Bedarf zusätzlich eine Domain bzw. Workgroup angegeben werden:

domain=WORKGROUP

Die Datei darf nicht für normale Benutzer lesbar sein:

sudo chown root:root /etc/samba/credentials-nasbackup
sudo chmod 600 /etc/samba/credentials-nasbackup

Kontrolle:

ls -l /etc/samba/credentials-nasbackup

Erwartet wird ungefähr:

-rw------- 1 root root ...

Das Passwort niemals direkt in /etc/fstab eintragen.

7. NAS in /etc/fstab eintragen

Vorher Sicherung erstellen:

sudo cp /etc/fstab /etc/fstab.backup

Datei bearbeiten:

sudo nano /etc/fstab

Folgende Zeile ergänzen:

//<NAS-IP>/<SHARE> /mnt/nasbackup cifs credentials=/etc/samba/credentials-nasbackup,vers=3.0,iocharset=utf8,uid=<UID>,gid=<GID>,file_mode=0660,dir_mode=0770,_netdev,nofail,x-systemd.automount,x-systemd.mount-timeout=10s 0 0

Dabei müssen <UID> und <GID> durch die zuvor ermittelten numerischen Werte ersetzt werden.

Bedeutung der wichtigsten Mount-Optionen

Option Bedeutung
credentials=… Zugangsdaten liegen in einer separaten geschützten Datei
vers=3.0 SMB 3 wird verwendet
uid=<UID> Dateien erscheinen lokal als Eigentum des Pi-Benutzers
gid=<GID> Dateien gehören lokal zur Gruppe nasusers
file_mode=0660 Lesen/Schreiben für Benutzer und Gruppe
dir_mode=0770 Vollzugriff auf Verzeichnisse für Benutzer und Gruppe
_netdev Kennzeichnet den Mount als Netzwerk-Dateisystem
nofail Der Pi darf auch starten, wenn das NAS nicht erreichbar ist
x-systemd.automount NAS wird erst beim ersten Zugriff verbunden
x-systemd.mount-timeout=10s Mountversuch läuft nicht unbegrenzt

8. systemd neu einlesen

sudo systemctl daemon-reload

Automount starten:

sudo systemctl start mnt-nasbackup.automount

Status kontrollieren:

systemctl status mnt-nasbackup.automount --no-pager -l

Die korrekte Anzeige lautet:

Active: active (waiting)

waiting ist bei einem Automount korrekt.

Das NAS ist zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch gar nicht physisch gemountet.

systemd wartet auf den ersten Zugriff.

9. NAS-Mount auslösen

Ein einfacher Zugriff reicht:

ls -la /mnt/nasbackup

Dadurch wird der CIFS-Mount automatisch aktiviert.

10. Mount kontrollieren

findmnt /mnt/nasbackup

Es sollte unter anderem eine CIFS-Zeile erscheinen:

//<NAS-IP>/<SHARE> cifs ...

Speicherplatz prüfen:

df -h /mnt/nasbackup

11. Schreibzugriff testen

touch /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt
ls -l /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt
rm /mnt/nasbackup/test_magicmirror.txt

Erst wenn dieser Test funktioniert, sollte das Backup-Script eingerichtet werden.

Backup-Script installieren

1. Script-Verzeichnis anlegen

Als normaler Pi-Benutzer:

mkdir -p ~/bin

2. Backup-Script erstellen

nano ~/bin/backup_magicmirror.sh

Folgenden Inhalt einfügen:

#!/usr/bin/env bash
 
SOURCE="$HOME/MagicMirror"
NAS="/mnt/nasbackup"
BACKUP_BASE="$NAS/Manuelle_Backups"
LOGDIR="$HOME/magicmirror-backup-logs"
 
# WICHTIG:
# Hier exakt den erwarteten NAS-Share eintragen.
# Dadurch verhindert das Script, dass versehentlich auf
# das lokale Verzeichnis /mnt/nasbackup geschrieben wird.
EXPECTED_SOURCE="//<NAS-IP>/<SHARE>"
 
 
check_nas() {
 
    # Der Zugriff auf den Mountpunkt löst den systemd-Automount aus.
    # timeout verhindert, dass das Script bei einem nicht erreichbaren
    # NAS unbegrenzt wartet.
    if ! timeout 15s stat "$NAS" >/dev/null 2>&1; then
        echo "FEHLER: NAS ist nicht erreichbar."
        return 1
    fi
 
    # Prüfen, welches Dateisystem tatsächlich hinter /mnt/nasbackup liegt.
    #
    # Ein vorhandenes autofs-Verzeichnis reicht NICHT aus.
    # Es muss wirklich ein CIFS-Mount des richtigen NAS-Shares vorhanden sein.
    MOUNT_INFO="$(findmnt -T "$NAS" -n -o FSTYPE,SOURCE | tail -n 1)"
 
    FSTYPE="$(awk '{print $1}' <<< "$MOUNT_INFO")"
    MOUNT_SOURCE="$(awk '{print $2}' <<< "$MOUNT_INFO")"
 
    if [[ "$FSTYPE" != "cifs" || "$MOUNT_SOURCE" != "$EXPECTED_SOURCE" ]]; then
        echo "FEHLER: NAS-Share ist nicht korrekt eingebunden."
        echo "Gefunden: $MOUNT_INFO"
        return 1
    fi
 
    return 0
}
 
 
# =========================================================
# Hintergrundprozess
# =========================================================
 
if [[ "${1:-}" == "--worker" ]]; then
 
    FINAL_DEST="$2"
 
    # Während der Sicherung bekommt der Ordner bewusst
    # den Zusatz _INCOMPLETE.
    TEMP_DEST="${FINAL_DEST}_INCOMPLETE"
 
    ARCHIVE="$TEMP_DEST/MagicMirror.tar.gz"
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # Verhindert mehrere gleichzeitige Backups
    # -----------------------------------------------------
 
    exec 9>/tmp/magicmirror-backup.lock
 
    if ! flock -n 9; then
        echo "FEHLER: Es läuft bereits ein MagicMirror-Backup."
        exit 1
    fi
 
 
    echo
    echo "=================================================="
    echo "MagicMirror Backup"
    echo "Start:  $(date)"
    echo "Quelle: $SOURCE"
    echo "Ziel:   $FINAL_DEST"
    echo "=================================================="
    echo
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # NAS im Hintergrundprozess nochmals prüfen
    # -----------------------------------------------------
 
    if ! check_nas; then
        echo
        echo "BACKUP ABGEBROCHEN: NAS nicht verfügbar."
        exit 2
    fi
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # Temporären Backup-Ordner anlegen
    # -----------------------------------------------------
 
    mkdir -p "$TEMP_DEST" || {
        echo "FEHLER: Backup-Verzeichnis konnte nicht erstellt werden."
        exit 3
    }
 
 
    echo "Erstelle vollständiges TAR.GZ-Archiv ..."
    echo
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # Gesamten MagicMirror-Ordner sichern
    #
    # Gesichert werden unter anderem:
    #
    # - config
    # - css
    # - modules
    # - node_modules
    # - versteckte Dateien
    # - .git
    # - symbolische Links
    #
    # Das Archiv enthält einen obersten Ordner "MagicMirror".
    # -----------------------------------------------------
 
    tar \
        --create \
        --gzip \
        --file="$ARCHIVE" \
        --directory="$HOME" \
        MagicMirror
 
    RESULT=$?
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # tar-Fehler behandeln
    # -----------------------------------------------------
 
    if [[ $RESULT -ne 0 ]]; then
        echo
        echo "=================================================="
        echo "BACKUP FEHLGESCHLAGEN"
        echo "tar Fehlercode: $RESULT"
        echo
        echo "Unvollständige Sicherung:"
        echo "$TEMP_DEST"
        echo "=================================================="
        exit "$RESULT"
    fi
 
 
    echo
    echo "Archiv wurde erstellt."
    echo "Prüfe Archiv ..."
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # gzip-Struktur prüfen
    # -----------------------------------------------------
 
    if ! gzip -t "$ARCHIVE"; then
        echo
        echo "FEHLER: Komprimiertes Archiv ist beschädigt."
        exit 4
    fi
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # Zusätzlich prüfen, ob TAR das gesamte Archiv lesen kann
    # -----------------------------------------------------
 
    if ! tar -tzf "$ARCHIVE" >/dev/null; then
        echo
        echo "FEHLER: TAR-Archiv konnte nicht vollständig gelesen werden."
        exit 5
    fi
 
 
    # -----------------------------------------------------
    # Erst jetzt gilt das Backup als erfolgreich.
    #
    # Der Zusatz _INCOMPLETE wird entfernt.
    # -----------------------------------------------------
 
    mv "$TEMP_DEST" "$FINAL_DEST"
 
 
    echo
    echo "=================================================="
    echo "BACKUP ERFOLGREICH"
    echo "Ende: $(date)"
    echo
    echo "Archiv:"
    echo "$FINAL_DEST/MagicMirror.tar.gz"
    echo
    echo "Größe:"
    du -h "$FINAL_DEST/MagicMirror.tar.gz"
    echo "=================================================="
 
    exit 0
fi
 
 
# =========================================================
# Manueller Aufruf
# =========================================================
 
 
# ---------------------------------------------------------
# Prüfen, ob MagicMirror überhaupt existiert
# ---------------------------------------------------------
 
if [[ ! -d "$SOURCE" ]]; then
    echo
    echo "FEHLER: MagicMirror-Ordner wurde nicht gefunden:"
    echo "$SOURCE"
    exit 1
fi
 
 
echo "Prüfe NAS ..."
 
 
# ---------------------------------------------------------
# NAS prüfen
# ---------------------------------------------------------
 
if ! check_nas; then
 
    echo
    echo "!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
    echo "BACKUP NICHT GESTARTET"
    echo
    echo "Das NAS ist offline oder der Share nicht gemountet."
    echo
    echo "Es wurden keine Daten lokal nach"
    echo "/mnt/nasbackup geschrieben."
    echo "!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
    echo
 
    exit 1
fi
 
 
# ---------------------------------------------------------
# Ziel- und Log-Verzeichnisse erstellen
# ---------------------------------------------------------
 
mkdir -p "$BACKUP_BASE"
mkdir -p "$LOGDIR"
 
 
# ---------------------------------------------------------
# Datum und Uhrzeit erzeugen
# ---------------------------------------------------------
 
STAMP="$(date '+%Y-%m-%d_%H-%M-%S')"
 
DEST="$BACKUP_BASE/MagicMirror_$STAMP"
LOG="$LOGDIR/MagicMirror_$STAMP.log"
 
 
echo "NAS ist erreichbar."
echo
echo "Backup wird im Hintergrund gestartet."
echo "Quelle: $SOURCE"
echo "Ziel:   $DEST"
echo "Log:    $LOG"
echo
 
 
# ---------------------------------------------------------
# Hintergrundprozess starten
#
# nohup sorgt dafür, dass das Backup weiterläuft,
# wenn das SSH-/Terminal-Fenster geschlossen wird.
# ---------------------------------------------------------
 
nohup "$0" --worker "$DEST" >"$LOG" 2>&1 &
 
PID=$!
 
 
echo "Backup-Prozess gestartet."
echo "PID: $PID"
echo
echo "Status ansehen mit:"
echo "tail -f \"$LOG\""
echo
 
exit 0

3. Script ausführbar machen

chmod +x ~/bin/backup_magicmirror.sh

4. Ersten Test durchführen

~/bin/backup_magicmirror.sh

Danach Log ansehen:

tail -f "$(ls -t ~/magicmirror-backup-logs/*.log | head -1)"

Verhalten bei ausgeschaltetem NAS

Wenn das NAS ausgeschaltet oder die Freigabe nicht erreichbar ist, darf das Script kein Backup starten.

Beispiel:

Prüfe NAS ...

FEHLER: NAS ist nicht erreichbar.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
BACKUP NICHT GESTARTET

Das NAS ist offline oder der Share nicht gemountet.

Es wurden keine Daten lokal nach
/mnt/nasbackup geschrieben.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.

Das Script prüft nicht nur, ob /mnt/nasbackup existiert, sondern kontrolliert:

  • dass tatsächlich ein CIFS-Dateisystem gemountet ist
  • dass genau der erwartete NAS-Share gemountet wurde

Wiederherstellung eines Backups

Archiv zunächst prüfen

Vor einer Wiederherstellung kann das Archiv getestet werden:

gzip -t /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_YYYY-MM-DD_HH-MM-SS/MagicMirror.tar.gz

Wenn keine Ausgabe erscheint, ist die gzip-Struktur in Ordnung.

TAR-Inhalt testen:

tar -tzf /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_YYYY-MM-DD_HH-MM-SS/MagicMirror.tar.gz >/dev/null

Auch hier bedeutet keine Fehlermeldung einen erfolgreichen Test.

Inhalt ansehen

tar -tzf /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_YYYY-MM-DD_HH-MM-SS/MagicMirror.tar.gz | head -50

Backup in das Home-Verzeichnis wiederherstellen

Als normaler Pi-Benutzer:

cd ~

Falls bereits ein MagicMirror-Ordner vorhanden ist, diesen vorher umbenennen:

mv ~/MagicMirror ~/MagicMirror_alt

Danach Backup entpacken:

tar -xzf /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/MagicMirror_YYYY-MM-DD_HH-MM-SS/MagicMirror.tar.gz -C ~

Danach sollte wieder vorhanden sein:

/home/<PI-USER>/MagicMirror

Besonderheit beim Umzug auf einen neuen Pi / neues Betriebssystem

Das Backup enthält bewusst auch:

MagicMirror/node_modules

Für eine Wiederherstellung auf demselben oder einem sehr ähnlichen System kann das praktisch sein.

Bei einem Wechsel auf:

  • einen Raspberry Pi 5
  • eine deutlich neuere Raspberry-Pi-OS-Version
  • eine andere Node.js-Version
  • eine andere CPU-/Systemumgebung

sollten vorhandene node_modules jedoch nicht blind als dauerhaft kompatibel betrachtet werden.

Einzelne Node-Module können native Binärbestandteile enthalten.

Für eine saubere Migration auf einen neuen Pi sollte daher zunächst der komplette MagicMirror-Ordner wiederhergestellt werden, damit alle Konfigurationen, Module und Git-Daten vorhanden sind.

Anschließend sollte die Node.js-/MagicMirror-Umgebung passend zum neuen System aktualisiert bzw. die Abhängigkeiten neu installiert werden.

Das Backup dient damit sowohl als vollständige Sicherung als auch als Grundlage für eine spätere Migration.

Nützliche Kontrollbefehle

Automount

systemctl status mnt-nasbackup.automount --no-pager -l

Tatsächlichen NAS-Mount anzeigen

findmnt /mnt/nasbackup

Freien NAS-Speicher anzeigen

df -h /mnt/nasbackup

Laufendes Backup suchen

pgrep -af 'backup_magicmirror|tar|gzip'

Neuestes Backup-Log anzeigen

tail -f "$(ls -t ~/magicmirror-backup-logs/*.log | head -1)"

Alle Backup-Logs anzeigen

ls -lah ~/magicmirror-backup-logs/

Alle manuellen Backups auf dem NAS anzeigen

ls -lah /mnt/nasbackup/Manuelle_Backups/

Wichtige Dateien

Datei / Pfad Funktion
~/bin/backup_magicmirror.sh Manuelles Backup-Script
~/MagicMirror Zu sichernder MagicMirror-Ordner
~/magicmirror-backup-logs/ Lokale Logs der Backups
/mnt/nasbackup Mountpunkt des NAS
/mnt/nasbackup/Manuelle_Backups Ziel der manuellen Backups
/etc/samba/credentials-nasbackup Zugangsdaten zum NAS
/etc/fstab Konfiguration des NAS-Automounts
/etc/fstab.backup Sicherung der fstab

Kurzfassung für den Alltag

Normalerweise wird nur dieser eine Befehl benötigt:

~/bin/backup_magicmirror.sh

Status ansehen:

tail -f "$(ls -t ~/magicmirror-backup-logs/*.log | head -1)"

Ein Backup ist erst dann gültig, wenn im Log

BACKUP ERFOLGREICH

steht und der Backup-Ordner keinen Zusatz

_INCOMPLETE

mehr besitzt.

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